Quechua MH500 Test: 20.000 mm Wassersäule und RET 6

Die MH500 ist die technisch stärkste Regenjacke der Quechua-Damenreihe. Dreilagige Membran, 20.000 mm Wassersäule, alle Nähte hundertprozentig dicht.
Dazu ein RET-Wert von 6, 30 Zentimeter lange seitliche Belüftungsöffnungen und 530 Gramm in Größe M. Decathlon stuft sie als Jacke für Fortgeschrittene im Gebirge ein.
4,74 von 5 Sternen bei 1738 Bewertungen. Geprüft am 10. August 2026 auf der Produktseite von Decathlon.
Quechua Regenjacke Damen wasserdicht Wandern MH500 beige
Für Bergwanderungen bei anhaltendem Regen.
Stärken
- 20.000 mm Wassersäule, viermal so viel wie die Einstiegsmodelle
- Dreilagige Membran mit ultradünner Polyurethanschicht zwischen Innen- und Außenlage
- Nähte zu 100 Prozent wasserdicht und geschützte Reißverschlüsse
- RET 6, damit an der Spitze der Atmungsaktivitätsskala
- 30 Zentimeter lange seitliche Belüftungsöffnungen
- Nur 530 Gramm in Größe M trotz dreilagigem Aufbau
- Vier Taschen: zwei Eingrifftaschen mit Reißverschluss und zwei Innentaschen
- Kapuze höhen- und tiefenverstellbar, mit festem Schirm
- Dreieckige Öffnung seitlich an der Kapuze für bessere Rundumsicht
- 13 Prozent Elasthan und Raglanärmel bis zum Halsausschnitt für Bewegungsfreiheit
- Jackenbund mit Kordelzug
- Passende Überziehhose MH500 aus derselben Reihe
Schwächen
- Enger, taillierter Schnitt, unter dem nicht beliebig viel Platz bleibt
- Für mehr Weite muss man eine Nummer größer nehmen
- Nur hüftlang
- Die Spezifikationstabelle ordnet RET 6 als leicht atmungsaktiv ein, obwohl der Beschreibungstext von der Spitze der Skala spricht
- Dreilagige Membran macht die Jacke teurer als die beschichteten Modelle
- Wassersäule?
- 20.000 mm.
- Atmung?
- RET 6.
- Gewicht?
- 530 g in M.
- Aufbau?
- 3-lagige Membran.
Was drei Lagen anders machen
Bei der dreilagigen Konstruktion liegt die Polyurethanmembran zwischen Außenstoff und Innenfutter, fest mit beiden verklebt. Sie ist auf beiden Seiten geschützt.
Der praktische Unterschied zu einer 2,5-Lagen-Jacke zeigt sich an der Innenseite. Dort scheuert der Rucksackriemen, dort liegt der Stoff auf der Haut. Ein aufgedruckter Schutz nutzt sich ab, ein echtes Innenfutter deutlich langsamer. Deshalb sind dreilagige Jacken die Wahl für alle, die häufig und lange unterwegs sind, und deshalb heißt die Einstufung hier Fortgeschrittene statt Einsteiger.
RET 6 ist die eigentliche Nachricht
Der RET-Wert misst, wie stark ein Gewebe dem Wasserdampf im Weg steht. Je niedriger, desto besser. Decathlons eigene Skala: unter 9 extrem atmungsaktiv, unter 12 sehr atmungsaktiv, über 20 kaum noch.
Mit 6 liegt die MH500 im obersten Bereich. Die Wassersäule von 20.000 mm hört sich beeindruckender an, sagt aber weniger über den Tragekomfort. Nass wird man auf einer Bergtour selten von außen, sondern von innen. Genau dagegen arbeitet dieser Wert, unterstützt von den 30 Zentimeter langen Seitenöffnungen.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Der enge Schnitt hat eine Kehrseite
Decathlon nennt die Form ausdrücklich eng und tailliert und empfiehlt, für mehr Weite eine Nummer größer zu nehmen. Der Elasthananteil und die Raglanärmel fangen viel davon auf.
Trotzdem gilt: Eine Hardshell ist die äußere Schicht, und darunter muss im Winter ein Fleece oder eine leichte Daunenjacke Platz haben. Wer die Jacke auf die eigene Figur kauft, weil sie so am besten sitzt, hat im Oktober ein Problem. Die Regel bleibt, die Außenschicht über der dicksten Zwischenschicht anzuprobieren, die man tatsächlich tragen will.
Lieferumfang
- Eine Regenjacke MH500 für Damen
- dreilagige Membran mit 20.000 mm Wassersäule
- zu 100 Prozent versiegelte Nähte
- 30 cm lange seitliche Belüftungsöffnungen
- verstellbare Kapuze mit festem Schirm
- zwei Eingrifftaschen mit Reißverschluss
- zwei Innentaschen
- Kordelzug am Jackenbund
Nicht enthalten
- Überziehhose MH500
- Imprägnierspray
- Fleece als zweite Schicht
- Packbeutel
- Abnehmbare Kapuze
Stärken und Schwächen
Stärken
- 20.000 mm Wassersäule
- Dreilagige Membran
- RET 6
- 30 cm Seitenöffnungen
- Nähte 100 % dicht
- 530 g in Größe M
- Kapuze mit Schirm
- Raglanärmel mit Elasthan
Schwächen
- Enger Schnitt
- Nur hüftlang
- Vier Taschen statt sechs
- Widersprüchliche RET-Einstufung
- Teurer als beschichtete Modelle
Alternativen



Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Erstens die Größe. Der Schnitt ist eng, eine Nummer größer schafft Platz für die zweite Schicht.
Zweitens die Belüftung. Die seitlichen Öffnungen gehören im Aufstieg auf, nicht erst wenn man schwitzt.
Drittens die Pflege. Zehn Minuten im Trockner bei niedriger Temperatur bringen die Wasserabweisung zurück. Trocken schlafen lässt es sich darüber im MH500 Dachzelt.
Häufige Fragen zur MH500
Wie wasserdicht ist die Jacke?
Sie hält 20.000 mm Wassersäule stand, und die Nähte sind zu 100 Prozent wasserdicht.Wie atmungsaktiv ist sie?
Der RET-Wert liegt bei 6. Nach Decathlons eigener Skala ist alles unter 9 extrem atmungsaktiv.Wie schwer ist sie?
530 Gramm in Größe M.Was heißt dreilagige Membran?
Eine ultradünne Polyurethanmembran liegt zwischen Außenstoff und Innenfutter und ist von beiden Seiten geschützt.Hat die Jacke Belüftungsöffnungen?
Ja, zwei seitliche Öffnungen von je 30 Zentimetern Länge.Passt ein Fleece darunter?
Ja, die Jacke lässt sich mit Fleece oder einer leichten Daunenjacke kombinieren. Decathlon empfiehlt dafür eine Nummer größer.Gibt es eine passende Regenhose?
Ja, die Überziehhose MH500 aus derselben Reihe.Lohnt sich die MH500?
Quechua Regenjacke Damen wasserdicht Wandern MH500 beige
20.000 mm Wassersäule, RET 6, dreilagige Membran und 530 Gramm: Das ist die Jacke für alle, die auch dann losgehen, wenn der Regen für den ganzen Tag angesagt ist.
Zu beachten bleibt der enge Schnitt. Wer im Winter eine Zwischenschicht tragen will, sollte eine Nummer größer nehmen. Dreilagig mit 15.000 mm arbeitet auch die Simond Alpinism Light.
Weiterlesen zu Jacken
Dazu passen die Quechua NH500 für Damen, die Quechua Raincut und die Decathlon Segeljacke 500. Dazu der Regenjacken Vergleich, der Hardshelljacken Vergleich und die Regenhosen.

